Ein Bühnenstück
von Renate Axt
Spieldauer:
ca. 90 min
Rechte:
Renate Axt
Inhalt:
Am 5. März 1837 schrieb Wilhelmine Jaeglé an Eugen Boeckel.
"---und er hat mich erkannt, er fühlte meine Nähe, und ich habe Ruhe über ihn gebracht.
Er ist sanft eingeschlummert, ich habe ihm die Augen zu geküsst…" Der Himmel möge sich meiner erbarmen, und mich nur noch so lange leben lassen als meinen alten Vater. Leben Sie wohl. Sein Freund ist auch der meinige.
W. Jaeglé
„Der Träume...“ ist eine erdachte Momentaufnahme aus dem Leben der Braut Büchners, Louise Wilhelmine (Minna) Jaeglé; vierzig Jahre nach seinem Tod.
Minna verweigert ihrem Besucher, dem jungen österreichischen Novellisten Karl Emil Franzos, die Herausgabe letzter Briefe und Notizen zur Veröffentlichung in der geplanten kritischen Gesamtausgabe von Büchners Werken und Schriften. Sie will nichts "Unfertiges" aus der Hand geben. Minna lebt ihr Leben in Erinnerung an Büchner. Sie hat sich eingesponnen in Erinnerung an ihren Georg. Es ist, als sei er immer gegenwärtig.
Uraufführung bzw.
Szenische Urlesung: Auf der
Werkstattbühne in Darmstadt
Im Ausschnitt erschienen in Georg Büchner und die Moderne, Texte, Analysen,
Kommentar, Herausgegeben von Dietmar Goltschnigg im Erich Schmidt Verlag.